Motorradunfall in Vietnam

In Quan Ba, einem kleinen Dorf im Norden Vietnams, trafen wir auf diese junge Dzao Dame, die sich nur humpelnd und mit einem Stock fortbewegen konnte. Sie hatte eine schmerzhafte Wunde am Fuß, die mehr oder weniger hygienisch mit einer Art Blätter-Verband verbunden war. Mit stereotypem Blick betrachtet hatte man das Gefühl, wirklich jenseits dessen angekommen zu sein was wir als „Zivilisation“ bezeichnen: Die traditionelle Kleidung der Frau, der Stock, die Versorgung der Wunde…man stelle sich direkt vor, wie sie bei der Feldarbeit verunglückt oder Ähnliches….aber wie sagt man so schön: „Reisen ist tödlich für Vorurteile“! Es stellte sich heraus, die Verletzung war Folge eines Motorradunfalls. Denn egal wie weit man sich in Vietnam von der „Zivilisation“ weg bewegt, es gibt 2 Dinge auf die man immer treffen wird: Mopeds und W-LAN.

Das Portrait an sich sowie die Hand sind mit Faber Castell Polychromos entstanden. Der Hintergrund war mein erster Versuch mit PanPastel Farben. Wenn man die Arbeit mit normalen Pastellkreiden gewohnt ist, ist man positiv überrascht über die tolle Sättigung der PanPastels. Der Auftrag mit dem Schwamm ist easy – ein bisschen Ausprobieren musste ich, um den Hintergrund (das Bokeh) weich und ohne Kanten hinzubekommen. Bin noch nicht 100pro zufrieden, ist noch ausbaufähig. Total angenehm an der Arbeit mit den PanPastels: Man kann die Farben direkt in den Pfännchen mischen! Dabei ist es quasi unmöglich, die ursprüngliche Farbe zu „versauen“ oder zu verunreinigen. Ein- bis zweimal mit dem Schwamm abziehen und die Farbe ist wieder rein – sehr cool!

Die PanPastels halten auch besser auf diesem hier genutzten serh glatten Papier als normale Pastellkreiden. Trotzdem habe ich das abschließend fixiert.

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Die Dame aus Indien – diesmal in groß!

Meine Dame aus Jaipur hat es letztes Wochenende auf die Straße geschafft!

Bei wunderschönem Wetter ist sie in knapp 25 Stunden Malzeit auf ca. 2 x 2 Metern entstanden.

Es folgen Bilder vom Prozess und ein Timelapse Video 😉

 

Timelapse Video:

Der Mann aus Ecuador

Vor einigen Jahren entstand in einem kleinen Dorf in Ecuador ein wunderschönes Foto von einem sehr freundlichen Mann.

Geschossen hat das Foto der Mann meiner Kollegin, die  Ecuador ihre Heimat nennen darf. Ich habe, nachdem ich das Foto zu ersten Mal gesehen habe, 2 Jahre gebraucht, bis ich mich daran traute, diesen Herrn auf Papier zu „bannen“.

Zeitgleich mit der Fertigstellung dieses Bildes ist meine Kollegin wieder in der Heimat unterwegs. War wieder im gleichen Dorf. Der Mann ist immer noch da. Und sieht noch ganz genauso aus wie damals 🙂

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