Ein Sadhu auf der Straße

Man hat ja sicherlich schon gemerkt, dass mich die Sadhus aus Nepal mit der bunten Gesichtsbemalung und den leuchtenden Kopftüchern etwas beschäftigt haben. Dieses Jahr habe ich mich daher entschieden, den Herrn der mich die letzten Monate begleitet hat, auf die Straße zu bringen!

Mit einer Mischung aus Pigmenten, Jaxell Pastellkreide und Kinderkreide 🙂 Ist in 2 Tagen (21 Stunden effektive Mal-Zeit mit einigen Regen-Unterbrechungen) das Bild entstanden.  Ganz unten gibt’s noch ein Video vom Entstehungsprozess 🙂

 

Fernweh im Regen

Letztes Wochenende sind in Geldern wieder die Straßenmaler an den Start gegangen und trotz widriger Wetterbedingungen waren wir natürlich mit dabei.

Das Motiv war eine Collage aus Reisefotos meiner lieben Kollegen bei Entdeck die Welt aus Oberhausen und Amsterdam und erlaubte eine nette Mischung aus „Zeichnen“ und „Malen“ – also „filigrane Feinarbeit“ und „druff mit der Farbe“. Angesichts des Wetters wurde es aber eher ein „druff mit der Farbe, bevor es wieder regnet“, wo dann abwechselnd jeweils eine von uns den Pavillon festhalten musste, weil es zudem noch ziemlich gestürmt hat. Muss man ja auch mal mitgemacht haben – nicht! Jedenfalls bin ich angesichts der Umstände mit dem Ergebnis ganz zufrieden (ich glaube/hoffe, Steffi, du auch :)) und ich muss gestehen, beim Portrait bin ich auf den Geschmack gekommen ;-).

Achso, witziges Detail am Rande: mit dem Koffer hatte ich mir eigentlich in den Kopf gesetzt, mal ein 3D-Element mit der aktuell viel eingesetzten längenanamorphotischen Verzerrung (ich hoffe, ich habe das richtig geschrieben) auszuprobieren. Ich war positiv überrascht und gleichzeitig ein wenig enttäuscht wenn die Leute vorbei strömten und meinten „Boah, guck mal der Koffer“ – während wir dem Wetter trotzend künstlerische Feinarbeit am restlichen Motiv leisteten. Nächstes Mal also vielleicht besser nur der Koffer?

 

Straßenmaler 2013

Muskelkater und Rücken – nur ein Ergebnis dieses Wochenendes. Dieses Mal haben wir uns eines surrealistischen Werkes von Daniel Chiriac angenommen. Nach längerem Suchen und einigen Diskussionen haben wir den Titel „Facade and Masquerade“ ausfindig machen können – ich hoffe immer noch, dass wir damit richtig liegen, denn der Meister selbst hat den Titel auf seinen Seiten leider nicht vermerkt. Jedenfalls haben wir zwei Tage lang dem Regen und der Kälte (ja, tatsächlich) getrotzt und dies ist das Ergebnis.

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Straßenmaler-Packliste: Die wichtigsten Utensilien für die Straße

Vergesst die Festival-Packliste, hier kommen die wichtigsten Dinge, die Straßenmaler für ein zweitägiges Abenteuer auf der Straße benötigen (Ergänzungen sind herzlich erwünscht):

  • Alte (!!!) Klamotten – Wer nicht dreckig wird, der will nur angeben
  • Besen – zur Reinigung der Malfläche
  • Folie – zum Abkleben über Nacht (lieber in feste Malerfolie investieren)
  • Gefäße – in allen Größen und Formen, werden einfach immer benötigt (für Wasser, Kreide, zum Einfangen von Spinnen und zum Abkleben des Bildes)
  • Haarspray für die Fixierung zwischendurch
  • Hut – wer bei idealen 30 °C ohne Schatten keinen Koller erleiden will, sollte sich etwas über den Kopf ziehen
  • Kreide – versteht sich von selbst, oder?
  • Kreppklebeband – zum Abstecken des Reviers und zum Befestigen von Folie
  • Maßband/Zollstock – zum Vermessen der Malfläche und ggf. zum Übertragen eines Gitterrasters
  • Pastellkreide – schöner, ergiebiger und strahlender als normale Straßenkreise, also unbedingt zu empfehlen
  • Pigmente – strahlend schöne Farben zum Pinseln selbst herstellen (auch toll für die Grundierung geeignet)
  • Pinsel – zum Auftragen von flüssigen Farben (z.B. angerührte Pigmente)
  • Schnur – zum Zirkeln von Kreisen und zum Übertragen von Gitterrastern (für letzteres ist eine Schlagschnur die bequemere, aber auch etwas teurere Variante)
  • Sonnenschirm – leider nicht überall möglich, aber ein schöner Ersatz für den Hut
  • Spachtel – zum Bereinigen der Malfläche von Kaugummis und anderen störenden Sachen
  • Thermoskanne mit Kaffee/Tee/Kakao für die ersten kalten Stunden vor 7:00
  • Unterlage – für die Knie und gegen Blasenentzündungen eignen sich wunderbar Fetzen von alten Isomatten
  • Waschpaste – für nachher und zu Hause, falls man am Montag seine Hände (z.B. auf der Arbeit) wieder benötigt
  • Zucker (noch besser: Puderzucker) zum Anrühren der Pigmente (sonst verbinden sie sich nur schlecht oder gar nicht mit Wasser)