Ein Sadhu auf der Straße

Man hat ja sicherlich schon gemerkt, dass mich die Sadhus aus Nepal mit der bunten Gesichtsbemalung und den leuchtenden Kopftüchern etwas beschäftigt haben. Dieses Jahr habe ich mich daher entschieden, den Herrn der mich die letzten Monate begleitet hat, auf die Straße zu bringen!

Mit einer Mischung aus Pigmenten, Jaxell Pastellkreide und Kinderkreide 🙂 Ist in 2 Tagen (21 Stunden effektive Mal-Zeit mit einigen Regen-Unterbrechungen) das Bild entstanden.  Ganz unten gibt’s noch ein Video vom Entstehungsprozess 🙂

 

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Begleitet von einem Sadhu (Teil 2)

Ende 2015 hatte ich das große Glück, das wunderschöne Nepal besuchen zu dürfen.

Neben der unglaublichen Kulisse des Himalays und den freundlichen Menschen, haben mich persönlich vor allem die Farben begeistert! Holi-Pulver, bunte Saris und Sadhus in leuchtend gelb-orangen Kutten mit wunderschöner Gesichtsbemalung.

Den Herrn, der mich über die letzten 6 Monate begleitet hat, trafen wir auf dem Patan Durbar Square im Kathmandu-Tal an.

Das Bild entstand über einen Zeitraum von ca. 6 Monaten mit Faber Castell Polychromos. Einmal gab es einen unglücklichen Unfall mit Wasser, aber das (halb fertige) Bild konnte Gott sei Dank gerettet werden 🙂 Die Fotos unten sind bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen entstanden, daher wirken die Farben unterschiedlich. Die beiden letzten Bilder sind tageslicht und recht originalgetreu.

Hat Spaß gemacht 🙂

 

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Erste Schritte

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Die Haare waren sehr anstrenged. Wurden mit einer Mischung aus Deckweiß und Präzisionsradierer gemacht

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noch mehr Haare…

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Einmal im Tages-Sonnenlicht

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Hängt!

Straßenmaler-Packliste: Die wichtigsten Utensilien für die Straße

Vergesst die Festival-Packliste, hier kommen die wichtigsten Dinge, die Straßenmaler für ein zweitägiges Abenteuer auf der Straße benötigen (Ergänzungen sind herzlich erwünscht):

  • Alte (!!!) Klamotten – Wer nicht dreckig wird, der will nur angeben
  • Besen – zur Reinigung der Malfläche
  • Folie – zum Abkleben über Nacht (lieber in feste Malerfolie investieren)
  • Gefäße – in allen Größen und Formen, werden einfach immer benötigt (für Wasser, Kreide, zum Einfangen von Spinnen und zum Abkleben des Bildes)
  • Haarspray für die Fixierung zwischendurch
  • Hut – wer bei idealen 30 °C ohne Schatten keinen Koller erleiden will, sollte sich etwas über den Kopf ziehen
  • Kreide – versteht sich von selbst, oder?
  • Kreppklebeband – zum Abstecken des Reviers und zum Befestigen von Folie
  • Maßband/Zollstock – zum Vermessen der Malfläche und ggf. zum Übertragen eines Gitterrasters
  • Pastellkreide – schöner, ergiebiger und strahlender als normale Straßenkreise, also unbedingt zu empfehlen
  • Pigmente – strahlend schöne Farben zum Pinseln selbst herstellen (auch toll für die Grundierung geeignet)
  • Pinsel – zum Auftragen von flüssigen Farben (z.B. angerührte Pigmente)
  • Schnur – zum Zirkeln von Kreisen und zum Übertragen von Gitterrastern (für letzteres ist eine Schlagschnur die bequemere, aber auch etwas teurere Variante)
  • Sonnenschirm – leider nicht überall möglich, aber ein schöner Ersatz für den Hut
  • Spachtel – zum Bereinigen der Malfläche von Kaugummis und anderen störenden Sachen
  • Thermoskanne mit Kaffee/Tee/Kakao für die ersten kalten Stunden vor 7:00
  • Unterlage – für die Knie und gegen Blasenentzündungen eignen sich wunderbar Fetzen von alten Isomatten
  • Waschpaste – für nachher und zu Hause, falls man am Montag seine Hände (z.B. auf der Arbeit) wieder benötigt
  • Zucker (noch besser: Puderzucker) zum Anrühren der Pigmente (sonst verbinden sie sich nur schlecht oder gar nicht mit Wasser)