Résumé

Als ich heute abend mit Joe darüber gesprochen habe, was ich von hier mitnehme, machte er eine sehr interessante und schöne Feststellung, die ich mal versuche, hier wiederzugeben.

Vor einiger Zeit hatte ich erzählt, wie Astrid und ich beim Stadt-Erkunden in Philly mit Caleb an jeder roten Ampel stehengeblieben sind, während Caleb weitergehen wollte und dann augenrollend zurück kam und mit uns wartete. Er meinte: „If someone asks me later ‚What did you do in Philadelphia“‚ I’ll answer ‚I spent most of my time dragging those stupid Germans across the street because they would actually stop at a red light'“.

Der Hintergrund für Joes Kommentar heute ist der, dass ich bei den wichtigen Entscheidungen bzgl. meiner Studie mit meiner Professorin in Duisburg Rücksprache gehalten habe – was ja bis zu einem gewissen Grad auch Sinn macht. Am Dienstag dann ergab sich spontan die Möglichkeit, mehr Probanden in kurzer Zeit zu bekommen, aber nur wenn ich SOFORT einige Sachen an der Studie ändere und zum Probandenpool schicke. Diese Entscheidung habe ich dann getroffen und zwar ausnahmsweise, ohne Rücksprache zu halten. Heute meinte er dazu „Well, I think what you learned here was to cross the street despite of a red light – and you didn’t get hit by a truck. I’m very proud of you.“

Ich glaube das fasst ganz gut zusammen, was ich von hier mitnehmen werde, denn das lässt sich universell auf einige andere Sachen übertragen 😉

Jetzt muss ich nur noch schauen, wie ich das nächste Woche schonend Nicole beibringe^^

Nachtrag: Bei einem Treffen mit der lieben Steph (ein gutes Jahr später und auf Wiener Boden) habe ich übrigens den möglichen Grund für die auseinanderklaffenden Ampel-Gewohnheiten zwischen den USA und Deutschland erfahren. Während wir in der Regel lernen „Bei Rot bleibt man stehen. Bei Grün schaut man nochmal und wenn nichts kommt, kann man gehen.“ wird es drüben laut meiner amerikanischen Freundin so gelehrt: „Bei Grün kann man immer gehen. Bei Rot schaut man nochmal und wenn nichts kommt, kann man gehen.“.

Meinen Erfahrungen nach spiegelt das tatsächlich einige Unterschiede in der Herangehensweise an viele Problematiken des alltäglichen Lebens wieder. Oft bemerkt man entsprechende Verhaltensweisen an sich selbst ja erst, wenn man mal ein Gegenbeispiel vorgesetzt bekommt.

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